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Die halbe Wahrheit im Land der Mieter

Ende 2015 lebten laut Bundesamt für Statistik in der Schweiz 2,1 Millionen Haushalte in einer Mietwohnung. Die Gebäude- und Wohnungsstatistik fand mediale Aufmerksamkeit mit Schlagzeilen wie „Zwei von drei Haushalten waren zur Miete“, „Die Schweiz ist ein Volk von Mietern“ oder „Basel an der Spitze“. Halter Immobilien hat sich die Zahlen genauer angesehen und mit ihrem Marktwissen verglichen. Lässt sich simpel sagen, im Westen nichts Neues? Ganz im Gegenteil.

In der Tat wiesen 2015 die städtischen Kantone Basel-Stadt (15.5%) und Genf (18.8%) die tiefsten Wohneigentumsquoten aus. Der nah gelegene Jura (57.7%) und das Wallis (57.3%) sind hingegen ein Eldorado der Wohneigentümer. 2000 war dies weder in Basel-Stadt und Genf (12.6% resp. 15.8%), noch im Jura oder Wallis (51.5% resp. 61.4%) anders. Die regionalen Unterschiede nehmen zwar langsam aber stetig ab, sind aber immer noch markant. Gründe hierfür sieht Sybilla Glutz, Projektleiterin bei Halter Immobilien in Basel, trotz tiefem Leerbestand im funktionierenden Mietwohnungsmarkt. „Investitionen in Mietwohnungen im Raum Basel sind attraktiv. Das Angebot kann sich qualitativ mit jenem für Eigentumsobjekte messen“, weiss Sybilla Glutz aus Erfahrung. Sie vermietet gerade die letzten 2½-Zimmer-Wohnungen im MeinMagnolienpark.ch in St. Alban, eines der beliebtesten Wohnquartiere von Stadt Basel.

Der Junge Traum vom Wohneigentum
Auch der Anteil der ausländischen Bevölkerung bestimmt die Wohneigentumsquote. Im 2000 besassen die rein schweizerischen Haushalte 39% Wohneigentum, d.h. 4% mehr als der Landesdurchschnitt aller Haushalte im selben Jahr (35%). Die Wohneigentumsquote nimmt seit Jahren zu. 1980 wohnten 30% resp. 1990 31% in einer Wohnung oder in einem Haus, das ihnen auch gehörte. Dass es gemäss neuesten BFS-Zahlen 2015 38.4% Wohneigentümer sind,  wurde nebst dem Zinsumfeld auch durch das veränderte Profil der Zuwanderer (Beruf, Bildung, Herkunft) beeinflusst.

Ende Januar 2018 publizierte das BFS seit der Volkszählung 2000 erstmals wieder Daten zum Eigentümertyp der Mietwohnungen. Knapp die Hälfte aller Mietwohnungen befand sich 2017 im Besitz von Privatpersonen. Auch hier sind regionale Unterschiede deutlich: Das Tessin schwingt mit grossem Abstand mit 71.4% Privatpersonen als Besitzer oben auf, während in der Genfersee-Region (40.7%) gefolgt von Zürich (44.7%) unterdurchschnittlich viele Privatpersonen unter den Immobilienbesitzer sind. Gerade Zürich weisst mit 12.7% den grössten Anteil an Wohnbaugenossenschaften auf. „Die Besitzerstruktur deckt sich 1:1 mit unserer Erfahrung“, ergänzt Sybilla Glutz, welche als Projektleiterin die zentrale Ansprechperson für institutionelle Anleger wie auch für Privatpersonen ist. „Entscheidend bei meiner Arbeit sind: Leidenschaft in der Vermarktung, Interesse an Menschen und die Sprache des Kunden zu sprechen“.